Gottesdienst 22.09.2019

Am kommenden Sonntag um 10.45 Uhr feiern wir die Geburt von Jungfrau und Gottesgebährerin Maria.

Mit Diesem Feiertag beginnt kirchliches neues Jahr und er zeigt uns auf eine besondere Weise, was es bedeutet, vom Gott auserwählt zu sein und welche Rolle das Gebet zum Allmächtigen spielt. Als Beispiel dazu diente eine einfache Jerusalemer Familie von Joachias und Anna. Dieses Ehepaar führte ein gottgefälliges Leben, befolgte den Regeln der Tora und konnte durch ihre harte Arbeit (relativ) beträchtlichen Reichtum anhäufen. 

Joachim und Anna litten enorm unter ihrer Kinderlosigkeit. Dieses Problem war in archaischen Zeiten unter jüdischen Gläubigen besonders schmerzhaft. Zu dieser Zeit und bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts (in fast allen Ländern) waren Kinder eine Art der Altersversicherung. Außerdem bedeuten Kinder in jüdischen, praktizierenden (bis heute) das Geschenk/ Gnade Gottes! Kinderlosigkeit galt als Gottes Strafe für die begangene große Sünde. Deshalb können wir dieses (ältere) Paar verstehen, das am Ende seines gemeinsamen Lebens verzweifelt über die Frage war: "Warum hat  uns Gott so schwer beschtraft?!" 


In ihrem Fall ist eine Antwort (sowohl für die Juden als auch für die Christen der alten Kirche) einfach und freudig: "Gott hat diesen Ehepartner ausgewählt, um seine Allmacht darauf zu zeigen." Für spätere Christen und heutige Theologen dieses Wunder bedeutet: ,,Festes Glaube und die aufrichtigen Gebete können das Unmögliches erreichen! "