Segnung den Stolpersteinen

Am Samstag, den 23. November, nahm Pater Andrej an einer Verlegung und Weihung der sogenannten Stolpersteine ​​Steine ​​in Groß Burgwedel im nördlichen Stadtteil von Hannover teil. Der ukrainische Geistliche wurde von der Leiterin des Kirchenchores, Ludmila Kuhn, der Gemeindesekretärin, Yulia Pasternak, und dem Lektor Vitaliy Mikhailiv, begleitet und tatkräftig unterstützt.

Die Namen den getöteten gefolterten Kindern von ukrainischer Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs gewaltsam nach Deutschland gebracht wurden, sind in die oben genannten Steine/ Pflaster eingraviert. Da diese Kinder unehelich geboren waren und ihre Mütter an der Ausübung ihrer Arbeit hinderten wurden, schafften die örtlichen deutschen Behörden (deutschlandweit) spezielle Kinderheime. Das heißt, in der fünften Lebenswoche wurden Kinder ihren Müttern weggenommen und in speziellen Nischen in Kinderheime untergebracht. Die Mütter konnten/ dürften ihr Baby eine Stunde lang einmal am Tag besuchen. Die weiteste Siedlung lag 32 !!! Kilometer von Burgvedel entfernt. Kinder lebten unter diesen Bedingungen im "zivilisierten" Deutschland von fünf bis fünfzehn Monate.

Als Sühne für das schwere Vergehen ihrer Vorfahren führte ein spezielles Komitee der Gemeinde eine Studie über die Namen der Babys durch und beschloss im Siedlungszentrum die Stolpersteine ​​zu verlegen. Das Veranstaltungs-Programm fasste Vorträge von Regionalpolitikern, dem Bürgermeister der Vereinigten Gemeinden, ein Auftritt des örtlichen Kinderchores (russische und polnische Lieder), das Lesen der Namen ermordeter Kinder durch Schüler des örtlichen Gymnasium und die Trauerandacht um, der vom Pfarrer ukrainischer orthodoxer Gemeinde zu Hannover (mit der Chorleiterin) und vom Vertreter örtlicher katholischer Kirche Pater Mikhailjuk durchgeführt wurde. Die beiden Geistlichen: Iwan auf Ukrainisch, Andrej auf Deutsch erinnerte an die unschuldigen Toten vom Raum Burgwedel in der Tradition byzantinischer Kirche. Am Ende der Veranstaltung hielt Pater Andrej (auf Wunsch des Bürgermeisters Axel Düker) eine leidenschaftliche und lehrreichen Rede an.